Die Geschichte des Bahnhof Hernals

Der erste " 43 " am Schottentor

Der Disco Ulf

 

  1)     Historie

  Die Geschichte des öffentlichen Personenverkehres in Wien reicht bis ca. 1670 zurück. Stadtlohnkutschen und Tragsessel-Unternehmungen, später Fiaker und Stellwagen prägten das Stadtbild. Die damalige Gesetzeslage, konservative Politik, sowie die Topographie Wiens verhinderten zunächst die Errichtung von schienengebundenen Verkehrsmittel.

Erst im Jahre 1840 wurde den Wienern anlässlich des Brigittenauer Kirtages eine Pferdebahn präsentiert. Sie verkehrte zwischen dem Augarten und dem "Colosseum", nächst der heutigen Brigittakapelle. 1842 wurde diese Bahn eingestellt, und es dauerte bis zum Jahre 1865, bis der Gemeinderat eine Probelinie vom Schottenring nach Hernals genehmigte.

Am 4.10.1865 konnte die 4 km lange Linie Universitätsstraße/Schottenring - Alser Straße - Ottakringer Straße (hier war ein Tor im Linienwall, daher dieser Umweg) - Taubergasse - Hernalser Hauptstraße bis Wattgasse (Remise) eröffnet werden. Die Verlängerung nach Dornbach erfolgte 26.4.1866. Die Gesellschaft trug den Namen Schaeck - Jaquet & Co. (Georg Carl Gustav Schaeck, *Eger 17.7.1819 +22.3.1899 Plainpalais bei Genf)

                                                                                                        

1868 wurde die Wiener Tramway Gesellschaft (WT), zur Erbauung und zum Betriebe von Eisenbahnen (wobei grundsätzlich Doppelgleisigkeit, Normalspur >1435mm<, 10 Kreuzer Maximalfahrpreis, beliebige Ein- und Aussteigmöglichkeiten, Betriebszeit 6-23 Uhr, Wagenkapazität nur nach Sitzplatzzahl und Abgabe von 5% der Bruttoeinnahme an die Gemeinde, bzw. für den Armenfond 1 Gulden pro Sitzplatz jährlich festgelegt wurden) gegründet.

Die Dornbacher Linie ging am 8.5.1868 ins Eigentum der WT, daher gilt dieser Tag als erster Betriebstag. In den folgenden Jahren wuchs das Netz kontinuierlich.

Der elektrische Betrieb konnte am 28.1.1897 auf der Strecke Vorgartenstraße - Praterstern - Wallgasse (heutige Linie 5) aufgenommen werden.

Im Jahre 1899 wurde die Bau- und Betriebsgesellschaft für städtische Straßenbahnen in Wien (BBG) gegründet, und die WT, die Neue Wiener Tramway - Gesellschaft (NWT) und die Elektrische Straßenbahn Praterstern - Kagran, Ritschel & Co., zusammengelegt. Auch die DTK, Dampftramway Krauss &Co., wurde eingegliedert. 1902 übernahm die Gemeinde das Unternehmen, der Name wurde in Gemeinde Wien, städtische Straßenbahnen (WStW) umbenannt. In den Jahren des 2.Weltkrieges (Umstellung auf Rechtsverkehr) wurden daraus die Wiener Verkehrsbetrieb (WVB), und ab 1949 hieß das Unternehmen Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe (WStW - VB).  Ab 1.1.1999 lautet die Bezeichnung: